Wo man Sole nutzt

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Sole

Sole - Vielfältige Anwendungsarten in den Bereichen Gesundheit und Wellness

Weiß schimmernd und würzig im Geschmack zog das Salz schon im frühen Mittelalter die Menschen in seinen Bann. Als Gewürz für edle Speisen, als Konservierungsmittel für Fleisch und Fisch sowie als wertvolles Tauschgut eroberte das Salz schon bald die Märkte Europas. Doch wie wandelte sich die Bedeutung des Salzes? Welche Eigenschaften hat dieses besondere Mineral? Wie unterscheidet sich Sole vom Salz? Und welche Rolle spielt Sole heute in der Gesundheitsprävention und in der medizinischen Wellness?

Definition

Sole wird in der Regel als Salzwasserlösung definiert, die mindestens einen Salzgehalt von 14g/kg Wasser aufweist. Ab einem Salzgehalt von 30g/kg Wasser (= 3%ige Salzlösung) entwickelt das Solebad seine charakteristische Auftriebswirkung.

Anwendungsarten

In Kombination mit Wärme verursacht das Solebad ein durchblutungsförderndes Prickeln auf der Haut und verfügt zudem über eine desinfizierende Wirkung. Obwohl diese Eigenschaften schon in der Antike bekannt waren, wurden diese erst ab dem späten 16. Jahrhundert für neue medizinische Verfahren wieder nutzbar gemacht. Neben die bekannten Soletherapien der Einreibung, Packung und Waschungen trat zunächst die Sole-Hydrotherapie in Form von Ganzkörpersolebädern.

Ihr folgte in den neu entstandenen Kurbädern die Soletrinkkur, die vornehmlich der inneren Reinigung und Entschlackung diente.

Als jüngster Zweig der Soletherapie gilt die Soleinhalation, die ein Überbleibsel des Sonne-Wind-Verdunstungsverfahrens bei der Salzgewinnung darstellt. Denn dazu wurden ab dem 16. Jahrhundert in vielen Salinen sogenannte Gradierwerke errichtet, in deren Schwarzdornbündeln das solehaltige Wasser langsam verdunstete und dabei nicht nur Sole zurückließ, sondern auch eine an Aerosolen und Salzionen angereicherte Luft, die Flaneuren und Salzarbeitern stets freie Atemwege bescherte.

Sole im Kur- und Wellnessbereich

Als traditionsreiche Solebäder gelten in Deutschland zum Beispiel Bad Kissingen, Bad Ems, Bad Schwalbach, Bad Sooden und Wiesbaden. Aber auch Bad Friedrichshall, Bad Wimpfen und Bad Reichenhall blicken auf eine lange Tradition als Soleheilbad zurück und laden mit ihren modernen Thermalsolebädern zum abwechslungsreichen Solegenuss ein.

Auch das Floating in hochkonzentriertem Solewasser ist ein ganz besonderes Erlebnis. Denn durch die Anpassung des Salzgehaltes im Wasser an das individuelle Körpergewicht schwebt der Körper schwerelos in bis zu 35°C warmem Solewasser und in einem völlig von Außenreizen abgeschirmten Raum. Neben der Tiefenentspannung von Muskeln und Gelenken entwickelt das Floating daher auch eine große Entspannungswirkung auf den Geist.

Umhüllt von sanften Lichtspielen und entspannenden Klängen kommen Erholungssuchende aber auch in der Salzgrotte langsam zur Ruhe. Dabei befreit eine bis zu 50% feuchte, rund 22°C warme und an Salzaerosolen reiche Luft nicht nur die Atemwege, sondern lindert auch Allergien und Hauterkrankungen.

Im Gegensatz dazu herrscht in der 40°C warmen Solegrotte eine fast 100%ige Luftfeuchtigkeit und der Solegehalt in der Luft kann über eine Sprühvorrichtung selbst bestimmt werden.

Ebenfalls eine starke durchblutungsfördernde Wirkung entfalten die Soleanwendungen im medizinischen Wellnessbereich, wo zum Beispiel beim Salzpeeling die Haut tiefengereinigt, bei der Salzeinreibung im Dampfbad entschlackend massiert und bei der Solepackung die Stoffwechseltätigkeit nachhaltig angeregt wird.

Moderne Solethermalbäder bieten zudem meist auch verschiedene Soleentspannungsbecken, in denen Solegehalt und Wassertemperatur derart variieren, dass die besondere Kombination aus Auftrieb, Wärme und Hautprickeln immer wieder neu erlebt werden kann.